New York City

Der Plan ist gefasst.

Amerika. Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Land der Erfinder, der Denker und Macher. Land voller Gegensätze und das Land meiner Träume.

„Leb deinen Traum!“

Vergangenen Sommer hatte ich nun endlich die Möglichkeit diesen lang gehegten Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Ich durfte endlich nach New York City fliegen. Mein Kindheitstraum sollte nun tatsächlich wahr werden.

Angefangen hat meine Reise schon viel viel früher. In Deutschland. In meinem Kopf und in meinem Notizbuch. Ich wollte den perfekten Urlaub. Den perfekten Trip in das Land und die Stadt, von der ich schon so viel gehört, aber viel zu wenig gesehen habe.

 

Pauschalreise oder DIY-Urlaub?

Ich habe meine Reise eigenhändig geplant, gebucht und komplett organisiert. Es sollte alles so werden wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Leider hat mein Kontostand diesbezüglich immer eine andere Auffassung gehabt. Hartes sparen und lange Recherchen haben mir dann aber doch den Urlaub ermöglicht, auf den ich so viele Jahre gewartet habe.

Was will ich eigentlich wirklich?
Ich habe mir ein Apartment über die Plattform airbnb gemietet. Rückblickend eine wirklich gute Entscheidung, auch wenn ich grundsätzlich eher auf Sicherheit und Erfahrung baue, wollte ich das pure Großstadtleben. Und dazu gehörte für mich einfach, während meines Aufenthaltes in einem kleinen aber feinen Zimmer mitten in Brooklyn zu leben. (Rückblickende Amerkung: Es war sehr schön und ich kann jemand nur empfehlen, mal abseits des bekannten nach Alternativen zu schauen. Es ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern erweitert auch den eigenen Horizont.)


„Welcome To New York, Welcome To New York“

Nach guten 8 Stunden Flug war ich endlich da. JFK der größte Flughafen der Stadt und doch war die Empfangshalle nur ein trister grauer Vorbau. Überall Menschen die einen mit scharfem Blick mustern, oder abwertend schauen. Keine Spur von Glamour oder Hollywood. Keine Spur von großen Stars oder wichtigen Persönlichkeiten. War es wirklich DAS New York aus meinen Träumen?


Die Stadt die niemals schläft?

Nach anfänglicher Skepsis sollte ich schnell merken, dass der Flughafen so gar nichts mit dem Spirit der Stadt gemeinsam hat. Nicht ohne Grund trägt New York den Namen „Großstadtdschungle„. Diese Stadt ist wie keine andere die ich jemals zuvor gesehen habe. Sie lebt. Immer. Ich war in vielen Städten und Metropolen, aber keine Stadt ist so einzigartig und impulsiv wie diese.

Egal in welchem der fünf Distrikte ich mich aufgehalten habe, es war immer so, als wäre ich in einer völlig anderen Welt. In New York gibt es keinen Stillstand. Es gibt keine ruhige Minute, oder die sonntägliche Ruhe, wie man sie vielleicht aus der Heimat gewöhnt ist. In dieser Stadt findet man immer und jederzeit Unterhaltung.


„Dort gibt es doch nur Fast Food und Wolkenkratzer!“

Viele Menschen im meinem Umfeld haben sich für mich gefreut und mir viel Freude auf meiner Reise gewünscht, wenngleich ich auch häufig auf Kritik und Unverständnis getroffen bin.

So schön wie es sich für viele Anhören mag, so scheinen die meisten die amerikanische Kultur nur aus Filmen, Serien oder schlechten Geschichten zu kennen. Mehr als einmal musste ich mich fragen lassen, was ich denn an dieser Stadt so toll finde und was ich mir denn dort außer Hochhäusern und der Wall Street anschauen wolle?!


Was mache ich zuerst und was überhaupt nicht?

Zehn Tage sind keine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass zwei der Tage ausschließlich aus An- und Abreise bestehen werden. So musste meine Reise gut geplant und durchdacht sein. Hingegen des Halbwissens der Allermeisten, gibt es in New York nämlich mehr als genug zu bestaunen.

Ich habe mich für den Anfang ersteinmal auf die allerwichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten beschränkt, um meine persönliche „To-Do Liste“ nach und nach abzuarbeiten. Man kann die Stadt in 3 Tagen bereisen und gefühlt alles sehen, man kann aber auch wochenlang dort bleiben ind trotzdem nicht alle Seiten kennenlernen. Dazu ist diese Stadt einfach zu Facettenreich.


„Kulturschock Deluxe? Wo bin ich hier gelandet?“

Entgegen meiner Vorstellung des typischen New Yorkers waren die meisten Menschen sehr hilfsbereit und verständnisvoll, wenn man für ein Foto mitten im Weg, oder für einen Blick auf den Stadtplan mitten auf der Straße stehengeblieben ist.

Anders als in anderen großen Städten sind New Yorker entweder immer in Hektik oder genießen absolute Gelassenheit. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Ich habe mich schnell an das typische Stadtbild angepasst und war meistens mit Kopfhörern in den Ohren unterwegs auf meinen meist sehr langen Fahrten mit der Sub.

„Big City Life“

Entgegen anderer Städte reist man in NY entweder mit der U-Bahn oder man geht zu Fuß. In selten Fällen greift man auch auf die meist sehr überteuerten Taxis zurück. Als Autofahrer sollte man jedoch gute Nerven haben. In wahrscheinlich keiner anderen Stadt ist der Verkehr so laut, langsam und unübersichtlich wie dort. Unfälle, Streitkeiten und Polizeieinsätze gehören dort zum typischen Bild der Stadt.


Wie vertreibt man sich alleine die Zeit?

Wenn man alleine reist, muss man sich nach niemandem richten. Man steht auf, wann man möchte und man geht zu Bett, wann man möchte. Ich habe jeden Tag am vorherigen Abend durchgeplant und mir Notizen gemacht, welche Pläne ich verfolge und was ich unbedingt sehen möchte. Dies war von großem Vorteil, denn in einer so großen Stadt kann man den Überblick leicht verlieren. 

Hätte ich gewollt, hätte ich jeden Tag 24h Programm gehabt. Es gibt so viel zu erleben und zu sehen. Es gibt an jeder Ecke 1000 Dinge, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Hinter jeder Ecke warten unzählige Möglichkeiten auf einen. Ich habe die schönsten und bizarresten Dinge gesehen und durfte die Stadt von ihrer ganz eigenen Seite erleben.


Geld regiert die Welt!

Nicht nur einmal ist mir aufgefallen, dass dieses Sprichwort auf NY sehr gut zutrifft. Nicht selten habe ich erlebt, dass Geld eine magische Wirkung auf die Menschen haben kann. Zwar Leben die meisten Bedingungen, Kellner und Barkeeper vom TIP, weswegen es zum guten Ton gehört, ausreichend Trinkgeld zu geben, dennoch wurde ich häufig überrascht, was es ausmachen kann, mal ein wenig mehr als die üblichen 15 Prozent zu geben. 

Menschen merken sich dein Gesicht, begrüßen dich beim nächsten Besuch oder man bekommt den Einkauf bis zur Tür getragen.




Wie real ist die Realität?

Leider habe ich ebenso feststellen müssen, dass man in dieser Stadt (viel) Geld braucht um zu überleben. Alles ist unfassbar teuer. Was für uns selbstverständlich und fast normal ist, kostet dort häufig unfassbar viel Geld. So kann es sein, dass man für eine Flasche Wasser 4$ bezahlen muss.

Ebenso erschreckend wie die Preise ist der Fakt, dass Armut und Reichtum so offensichtlich und bewusst nebeneinander existieren. Wie häufig habe ich Obdachlose neben Sternehotels sitzen und Business-Menschen durch Armutsviertel laufen sehen. An der einen Kreuzung betteln die Menschen um Geld, während an der nächsten Ecke eine neue Designerboutique eröffnet.


Kann ich dort als Laie überleben?

Wer der englischen Sprache nur annähernd mächtig ist, kann sich in New York gut durchschlagen. Ich kann jedoch jedem nur empfehlen, sich gut auf die sprachlichen Barrieren vorzubereiten. Auch wenn man häufig auf freundliche und aufgeschlosse New Yorker trifft, hat nicht jeder die Ambitionen fremden Menschen zu helfen.

Mein Reiseführer, meine Fahrplan und mein Smartphone waren für mich während der Zeit dort meine wichtigsten Begleiter. Glücklicherweise gibt es dort, an so gut wie jeder Ecke und jedem Bahnhof WLAN, sodass man im Fall der Fälle immer auf das Internet zurückgreifen kann.


„Zu viel des Guten!“

Wem der Lärm der Großstadt zu viel wird, oder wer einfach mal etwas anderes sehen möchte, kann sofern es die Jahreszeit und das Wetter zulassen, einfach in die Sub steigen und der Hektik entfliehen. Neben dem Central Park, welcher wunderschöne Plätze, Wälder und Seen bietet, gibt es auch tolle Strände. Ja, man kann schnell vergessen, dass man sich auf einer Insel befindet. Und so ist man innerhalb von wenigen Minuten raus aus den Hausschluchten, hinein in eine atemberaubende Kulisse aus kilometerlangen Sandstränden und dem offenen Meer.

Wer den Trubel und das typische New Yorker Metropolen-Ambiente trotzdem nicht ganz hinter sich lassen möchte, kann sich stattdessen auch nach Coney Island begeben. Hier habe in einen ganzen Tag verbracht. Einen wunderschönen Strand und das tiefblaue Wasser vor mir genießend, hatte ich Freizeitparks und Shoppingcenter direkt hinter mir. Es war surreal zu wissen, dass man binnen Minuten wieder zwischen Wolkenkratzern stehen könnte, obwohl man gerade barfuß das Meer unter sich spürt.



Fazit?

Wer eine phantastische Reise erleben möchte und keine Angst vor neuen Eindrücken und fremden Kulturen hat, sollte sich diese Stadt nicht entgehen lassen. Mein Lebenstraum hat sich erfüllt und ich werde ganz bestimmt irgendwann wiederkommen.

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